Bläser

 
 

Der Fanfarenzug Ottheinrich verfügt über eine, im Vergleich zu anderen Zügen, relativ große Bläsergruppe. Die Anzahl der aktiven „Bläser“ bewegt sich derzeit bei rund 40  Mitgliedern,  die in 4 Stimmen aufgeteilt sind.

Seit 2006 steht der Zug unter der musikalischen Leitung von Rainer Bartsch. Rainer hat in den letzten Jahren eigene Stücke zu verschiedenen Anlässen komponiert. Der „Fürstengang“ wurde zur Einweihung unseres neuen Vereinsheims geschrieben und zu diesem Anlass auch uraufgeführt. Ein weiteres Stück aus seiner Feder ist der Seter Marsch dem kurz darauf die Jubiläumsfanfare folgte. Die Jubiläumsfanfare war anlässlich unseres 30jährigen Bestehens geschrieben worden und fand unter tosendem Applaus während des Standkonzertes der Fanfarenzüge im Marstall (Schlossfest 2007) seine Uraufführung. Eine weitere Uraufführung fand zum Schlossfest 2015 statt: Rainer widmet dem Fanfarenzug die wunderschöne „Steckenreiterfanfare“ – ein wahrhaftes Meisterstück!

Von uns werden ausschließlich Naturfanfaren gespielt, Ventilinstrumente sind in unseren Reihen nicht zu finden und werden bei uns auch nie einen Platz haben. Das von uns gespielte Repertoire ist vielseitig und umfasst derzeit etwa 30 Stücke, Samba- oder andere lateinamerikanische Rhythmen werden bei uns vergeblich gesucht. Auch wie momentan bei einigen Fanfarenzügen in mode geratene Stücke der älteren und neueren Popmusikgeschichte sind unserem Repertoire fremd.
Wir sind Landsknechte und dementsprechend gestaltet sich auch unser Repertoire.

Als Landsknecht bezeichnete man den zu Fuß kämpfenden, meist deutschen, Söldner des 15. und 16 Jahrhunderts dessen primäre Waffe, nach schweizer Vorbild, die Pike war. Obwohl Landsknechte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ursprünglich als kaiserlich habsburgische Söldner angeworben wurden, kämpften sie unter den verschiedensten Fürsten. Aber hier muss ein Ende sein, detailiertere Erklärungen gingen unter dieser Rubrik zu weit.

Aus der Geschichte ist zu erfahren, dass der Begriff der Fanfare vom arabischen Wort „farfar“ abgeleitet wurde was so viel heißt wie „geschwätzig“. Später entwickelte sich das spanische Wort „fanfarron“, was so viel wie „Angeber“ oder „Aufschneider“ heißt. Im 16. Jahrhundert schließlich bezeichnete der französische Begriff „fanfarer“ das Trompete blasen. Erst im 17. Jahrhundert ist das Wort „Fanfare“ erstmals nachweislich im deutschen Sprachgebrauch aufgetaucht und hat sich seither gehalten.

Ein traditioneller Fanfarenzug, wie es der Fanfarenzug Ottheinrich ist, ist eine Musikgruppe die ausschließlich Naturtrompeten und Landsknechtstrommeln spielt. Auf Grund der fehlenden Ventile werden die verschiedenen Tonlagen ausschließlich durch die Lippen produziert, wir sind dadurch auf die Naturtonreihe beschränkt.

Die von uns verwendete Fanfare ist in Es-Stimmung, andere Nebeninstrumente (Hörner usw.) werden von uns nicht gespielt.