Kleine Abschiede und große Veränderungen

Geehrt für langjährige Mitgliedschaft und verabschiedet in den Ruhestand (von links): Edith Theel, Katharina Maillinger, Richard Schuller, Kai Hekele, Marcel Zapf und Herbert Weidner.In der Regel geht es auf der Weihnachtsfeier des Fanfarenzuges eher „heiter-besinnlich“ zu, wie wahrscheinlich bei fast jeder solchen eines Vereines. Da gibt es einen Jahresrückblick, langjährige Mitglieder werden geehrt, zu den Kindern kommt der Nikolaus und man kann sich mal in Ruhe zusammen setzen und die vergangene Saison Revue passieren lassen. Dieses Jahr jedoch wurde es auch ein wenig wehmütig: Zwei langjährige Mitglieder der Vorstandschaft wurden in den Vor-Ruhestand verabschiedet. Vorruhestand deshalb, weil sie zwar weiter aktiv mitwirken, aber nicht mehr federführend.

Den Einen dürfte wohl jeder kennen, dem der Anblick des Fanfarenzuges vertraut ist. Denn für gewöhnlich lief er vorne weg: Herbert Weidner. Er war bislang der Leiter der Fahnenschwinger. Im Jahr 1980 ist er dem Fanfarenzug beigetreten und hat gleich im ersten Winter begonnen die Fahne zu schwingen. Zu dieser Zeit befand sich die Abteilung der Fahnenschwinger erst im Aufbau. Als Herbert Weidner 1984/85 deren Führung übernahm hat er sie mit einem Kopf voller Ideen und ein bißchen Mut zu dem gemacht was sie heute sind: eine Gruppe die die Fahnen nicht nur trägt, sondern auch in ansprechen Choreographien schwingt und wirft. Mit Irene Schleer zusammen hat er die Fahnen entworfen wie sie auch jetzt noch verwendet werden. Zum großen Teil alleine aber auch zusammen mit den anderen Schwingern hat er mehrere leichte bis schwere Abfolgen ausgearbeitet in denen die Fahnenschwinger zeigen was sie können. Die wohl größten Erfolge in seiner Laufbahn als Leiter waren der 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Fahnenschwinger 1994 und der 4. Platz im Jahr 1996.Mit großem Erfolg hat er auch in den letzten Jahren den „Fahnenlauf“ entwickelt, ein akrobatisch sehr anspruchsvolles Fahnenprogramm das beim Schloßfest 2013 uraufgeführt wurde. Nun ist er bei den Neuwahlen in diesem Herbst in die zweite Reihe zurück getreten und hat die Führung der Fahnenschwinger an Melanie Brüderle übergeben.

Auch der bisherige Chef der Trommler, Kai Hekele, hat nach 18 Jahren die Leitung abgegeben. 1986 hat er als Hellebarden-Träger im Fanfarenzug angefangen und anschließend die Fahne geschwungen bis er 1992 zu den Trommlern wechselte. 1997 hat er dann die Führung der Trommler-Truppe übernommen, die auf heute 22 Aktive angewachsen ist. Er hat für die Paradetrommeln (die erste Reihe bei den Umzügen) ein Trommeltuch eingeführt, das mit dem Vereinswappen bestickt ist. Und er hat die Workshops ins Leben gerufen, ein intensives Probenwochenende, daß mittlerweile mehrmals vor Beginn einer Saison veranstaltet wurde. 2013 wurde das aus seiner Feder stammende „Scharmützel“ uraufgeführt, ein äußerst beliebtes Trommlersolostück bei dem die drei Stimmen (helle, dunkle und Paradetrommeln) im Wechsel spielen. Und er hat in Zusammenarbeit mit Herbert Weidner die passende musikalische Begleitung für die Fahnenschwinger-Akrobatik ausgearbeitet. Auch Kai Hekele hat das Amt des Gruppenleiters der Trommler bei den Neuwahlen abgegeben. Sein Nachfolger ist Daniel Kirstein.

Natürlich konnte Vorstand Monika Bachhofer auch wieder mehrere Mitglieder auszeichnen. Für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde in diesem Jahr Marcel Zapf geehrt. Drei weitere Aktive können auf stolze zwanzig Jahre zurück blicken. Katharina Maillinger ist Trommlerin auf der hellen Trommel seit ihrem Eintritt. Dazu war sie viele Jahre als Vertrauensfrau der Ansprechpartner und Vermittler für alle Mitglieder. Der Fahnenschwinger Richard Schuller hat angefangen mit der großen Fahne aber bereits nach einem Jahr auf die kleine Fahne gewechselt. Über Jahre war er stellvertretender Gruppenleiter. Und auch eine Bläserin ist bereits 20 Jahre aktiv: Edith Theel. Seit ihrem Eintritt ist sie eine der Stützen der vierten Stimme. Friedhelm Lahn, Vorstand des Verkehrsvereines ließ es sich nicht nehmen, die vier auch im Namen des Verkehrsvereines zu ehren.

Friedmann Beate

Pressewart 2005 bis 2017
veröffentlicht am 1. Januar 2015
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