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Spektakel im Schlosshof

Trommler | Sebastian HofmannDas ist ein Pflichttermin für alle Schlossfest-Fans und Freunde handgemachter Musik und Akrobatik: Der Fanfarenzug Ottheinrich feiert sein 40-jähriges Bestehen mit einem Festabend im Neuburger Schlosshof. Neben einer Live-Band, Auftritten befreundeter Gruppen und einem Feuerspektakel gibt es natürlich viel von Neuburgs besten Fahnenschwingern, Trommlern und Fanfarenbläsern zu sehen und zu hören. Der Kartenvorverkauf läuft bereits.

Wer den Fanfarenzug Ottheinrich etwas besser kennt oder einen Blick auf dessen Homepage wirft, wird schnell feststellen: Der Verein ist bereits 41 Jahre alt. Der runde Geburtstag liegt durch die Gründung im Jahr 1977 ein Jahr zurück. Warum also wird erst im Jahr 2018 gefeiert? Vereinsvorsitzender Michael Bachhofer hat darauf eine ganz einfache Antwort: „Natürlich wäre es schön gewesen, unser Jubiläum im Zuge des Schlossfests 2017 zu begehen. Aber wir haben uns letztlich dagegen entschieden, weil 40 eine große Zahl ist und dieses Fest für sich allein im richtigen Rahmen stehen sollte. Und weil wir sehr viel unterwegs sind und der Terminkalender entsprechend voll ist, war der Entschluss für eine Feier im Jahr darauf schnell gefasst.“ Wahrlich, wer Mitglied im Neuburger Fanfarenzug ist, der darf sich alsbald als weitgereist bezeichnen. Von den Kaltenberger Ritterspielen, bei denen die Neuburger genauso zu den Vereinen der ersten Stunde gehörten wie beim Burgfest Kaprun im Salzburger Land, über regelmäßige Auftritte in Heidelberg, Neuburgs Partnerstädten Sète in Südfrankreich und Jesenik in Tschechien, bis zum Hamburger Hafengeburtstag oder einem historischen Fest im Brüsseler Stadtteil Etterbeek – der Fanfarenzug trägt den Namen Neuburg in viele Ecken Europas. Auch heuer stehen neben dem großen Jubiläumsfest Auswärtsauftritte in Waldkirch, Kaprun und Sète fest im Terminkalender.

Standkonzert am Schloßfest 2017 | Sebastian HofmannDie volle Konzentration der Gruppenleiter Rainer Bartsch (musikalischer Leiter), Melanie Fetsch (Fahnenschwingerchefin) und Daniel Kirstein (Trommlerchef) und ihren Mitstreitern gilt aber zunächst dem 23. Juni. An jenem Samstagabend haben die Neuburger nämlich ihr großes Heimspiel mit einem Konzertabend – stilecht im Hof des Renaissanceschlosses. Wo einst Kurfürst und Namenspatron Ottheinrich mit seiner Susanna residierte, werden an diesem Abend ab 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr) bekannte Stücke und die eine oder andere Überraschung der mittlerweile 71 Mitglieder starken Formation zu sehen und zu hören sein. Großen Wert legen die Neuburger dabei auf ihre Eigenkompositionen, wie die Steckenreiterfanfare – ein großes Arrangement aus der Feder Rainer Bartschs -, den Drummer‘s Call (zusammengestellt vom früheren Trommlerchef Werner Kreitmeier) und den Fahnenlauf, den sich der vormalige oberste Fahnenschwinger Herbert Weidner ausgedacht hat. „Wir sehen uns in der Tradition der sogenannten romantischen Fanfarenmusik, die sich über die Jahrhunderte im Wesentlichen aus der Militär- und Signalmusik entwickelt hat. Genau dafür, und nicht für Unterhaltungsmusik, ist die hell klingende Fanfarentrompete mit ihrer Stimmung und ihrer gegebenen Beschränkung auf die Naturtonreihe geschaffen. Mit Trommeln und Trompeten wurden Heere in Schlachten gelenkt, zu Zeiten Ottheinrichs eben Landsknechtsheere. Fanfaren, also Musikstücke mit Signalcharakter, kündigten hochstehende Persönlichkeiten oder besondere Ereignisse an. Das ist definitiv keine Tanzmusik, die wir machen. Was wir darstellen, soll man hören, sehen und fühlen“, verdeutlicht Vereinsvorsitzender Bachhofer. Er wird übrigens als Moderator durch den Abend führen und dabei nicht nur die verschiedenen Stücke ankündigen, sondern auch Anekdoten, Geschichten und Schwanks aus vier Jahrzehnten Fanfarenzug Ottheinrich zum Besten geben. Unterstützung unterhält er von Wolfgang Hoffmann, der in Neuburg nicht nur als Schneidermeister sondern auch als Herold bei Fanfarenzug-Konzerten während des Schlossfests bekannt ist.

Fahnenschwinger | Sebastian HofmannEin rund zweistündiges Programm inklusive zweier Pausen hat das Organisationskomitee, das seit zwei Jahren den großen Festabend plant, umrissen, die Gruppenleiter haben es ausgestaltet. Nach dem Konzert des Fanfarenzugs ist aber noch lange nicht Schluss. Wenn die letzte Fahne gefangen, der letzte Ton geblasen und der letzte Trommelschlag verklungen ist, erwartet die Festgäste ein Auftritt der Großmehringer Band „2ungplugged“, die schon bei diversen Auftritten in Neuburg auf sich aufmerksam gemacht hat. Stilecht wie am Schlossfest geht es während des gesamten Abends auch in Sachen Verpflegung zu. Mit Zieglers Neuburger Rahmbrot-Stand, der Kellenschänke von Kalle Grömmer und Rüdiger Mahlo, Simon Dier und seinen Schinkenschlawuzen und der Eistüte aus Grasheim sollen auch die Gaumenfreuden an diesem Abend nicht zu kurz kommen.

Karten für das Jubiläumskonzert des Fanfarenzug Ottheinrich am 23. Juni im Neuburger Schlosshof gibt es bei der Reise-Insel, Schrannenstraße C53 in Neuburg. Ein Ticket im Vorverkauf kostet 12 Euro, an der Abendkasse 15 Euro. Die Veranstalter bitten alle Konzertbesucher, aus Sicherheitsgründen keine Kinderwägen, große Taschen oder Rucksäcke mit zum Konzert zu nehmen. Die Mitglieder des Fanfarenzugs würden sich freuen, wenn möglichst viele Konzertbesucher in Renaissance-Kostümen erscheinen würden. Weitere Informationen gibt es unter hier.

Sebastian Hofmann

Kassier, Redakteur & Trommler
veröffentlicht am 19. Mai 2018
#Aktuelles #Presse #40 Jahre FFZ #Jubiläum

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